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Zugriffskontrolle & Authentifizierung#

Zugriffskontrolle stellt sicher, dass nur berechtigte Personen auf Systeme und Daten zugreifen können — sie besteht aus Authentifizierung (Wer bist du?) und Autorisierung (Was darfst du?).


AAA — Authentication, Authorization, Accounting#

BegriffFrageBeispiel
AuthenticationWer bist du?Passwort-Login, Fingerabdruck
AuthorizationWas darfst du?Lesezugriff auf Ordner X, kein Schreibzugriff
AccountingWas hast du getan?Protokollierung von Zugriffen (Logging)

Authentifizierungsfaktoren#

FaktorBeispiel
WissenPasswort, PIN
BesitzSmartphone (App/SMS-Code), Hardware-Token
Inhärenz (biometrisch)Fingerabdruck, Gesichtserkennung

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) kombiniert mindestens zwei dieser Faktoren — z. B. Passwort (Wissen) + Smartphone-Code (Besitz). Das erhöht die Sicherheit erheblich: Ein gestohlenes Passwort allein reicht nicht mehr für den Zugriff.

flowchart LR
  A[Passwort<br/>Wissen] --> C{Zugriff}
  B[App-Code<br/>Besitz] --> C
  C -->|beide korrekt| D[Zugriff gewährt]

RBAC (Role-Based Access Control)#

Statt jedem Benutzer einzeln Rechte zuzuweisen, werden Rechte an Rollen gebunden, und Benutzer erhalten Rollen zugewiesen.

Benutzer → Rolle → Berechtigungen

Anna     → "Buchhaltung" → Lesen/Schreiben: Rechnungen
Tom      → "IT-Admin"    → Vollzugriff: Server, Netzwerk
Lisa     → "Praktikant"  → Nur Lesen: allgemeine Dokumente
VorteileNachteile
Übersichtlich bei vielen BenutzernRollenmodell muss sorgfältig geplant werden
Rollenwechsel = einfacher RechtewechselAusnahmen (Einzelrechte) durchbrechen das Prinzip
Prinzip der minimalen Rechtevergabe leicht umsetzbarPflege bei sehr granularen Anforderungen aufwendig

Prinzip der minimalen Rechtevergabe (Least Privilege)#

Jeder Benutzer/Prozess erhält nur die Rechte, die er für seine Aufgabe tatsächlich benötigt — nicht mehr. Reduziert den Schaden bei kompromittierten Konten und begrenzt Fehler.

Berechtigungskonzept in der Praxis#

BausteinBeschreibung
BenutzergruppenBündeln Berechtigungen für ähnliche Nutzer (z. B. AD-Gruppen)
Regelmäßige RezertifizierungPrüfen, ob Berechtigungen noch benötigt werden
Vier-Augen-PrinzipKritische Aktionen erfordern Freigabe durch zwei Personen
Protokollierung (Logging)Nachvollziehbarkeit, wer wann worauf zugegriffen hat

Prüfungsbeispiele#

„Ein Unternehmen möchte verhindern, dass ein gestohlenes Passwort allein für den Zugriff auf das Firmennetz ausreicht. Welche Maßnahme ist geeignet?"

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) — ein zweiter, unabhängiger Faktor (z. B. App-Code) wird zusätzlich zum Passwort benötigt.

„Erklären Sie das Prinzip von RBAC an einem Beispiel."

→ Statt jedem Mitarbeiter individuell Rechte zu vergeben, werden Rollen definiert (z. B. “Buchhaltung”, “IT-Admin”) mit festgelegten Berechtigungen. Mitarbeiter erhalten passende Rollen zugewiesen — ein Abteilungswechsel erfordert nur den Wechsel der Rolle, nicht die Neuvergabe einzelner Rechte.

„Was besagt das Prinzip der minimalen Rechtevergabe?"

→ Jeder Nutzer/Prozess bekommt nur die Berechtigungen, die für seine konkrete Aufgabe nötig sind — dadurch wird der potenzielle Schaden bei einem kompromittierten Konto minimiert.


Selbstkontrolle#

❓ Wofür steht das 'A' für Accounting im AAA-Modell?
❓ Welche Kombination erfüllt die Anforderungen an Multi-Faktor-Authentifizierung?
❓ Was besagt das Prinzip der minimalen Rechtevergabe (Least Privilege)?

Siehe auch#

Ressourcen#