Schutzbedarfsanalyse & ISMS

Schutzbedarfsanalyse & ISMS#

Die Schutzbedarfsanalyse bewertet für jedes Asset den Schutzbedarf bezüglich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit und ist zentraler Bestandteil eines ISMS nach BSI-Grundschutz oder ISO/IEC 27001.


ISMS – Informationssicherheits-Management-System#

Ein ISMS ist ein systematischer Ansatz zur Planung, Umsetzung, Überwachung und Verbesserung der Informationssicherheit in einer Organisation.

Speicher-Schnittstellen: SATA, SAS, NVMe, M.2

Speicher-Schnittstellen: SATA, SAS, NVMe, M.2#

Massenspeicher werden über unterschiedliche Schnittstellen angebunden — die Wahl beeinflusst maßgeblich Geschwindigkeit, Einsatzbereich und Preis.


Überblick#

SchnittstelleBusMax. GeschwindigkeitTypischer Einsatz
SATA IIISATA6 Gbit/s (~550 MB/s real)Consumer-HDDs/SSDs, Massenspeicher
SASSASbis 22,5 Gbit/sServer, RAID-Systeme, Hot-Swap
NVMePCIebis mehrere GB/s (PCIe-abhängig)High-Performance-SSDs
M.2Steckformat (SATA oder NVMe)abhängig vom genutzten ProtokollKompakte SSDs in Laptops/Desktops

Wichtig: M.2 ist ein Steckerformat, kein eigenes Protokoll — eine M.2-SSD kann intern entweder SATA- oder NVMe-Protokoll nutzen. NVMe-M.2 ist deutlich schneller als SATA-M.2.

Speicherberechnung & Einheiten

Speicherberechnung & Einheiten#

Speicherkapazitäten und Übertragungsraten werden in unterschiedlichen Einheitensystemen angegeben – dezimal (SI) bei Herstellerangaben, binär (IEC) bei Betriebssystemen. Diese Übersicht fasst die Umrechnungsregeln und typischen Prüfungsaufgaben zusammen.


1. Grundeinheiten#

EinheitAbkürzungWert
Bitbkleinste Informationseinheit (0 oder 1)
ByteB8 Bit
KilobyteKB1.000 Byte (SI-Norm)
MegabyteMB1.000.000 Byte
GigabyteGB1.000.000.000 Byte
TerabyteTB1.000.000.000.000 Byte

Unterschied SI (dezimal) vs. Binär:
Festplatten-Hersteller nutzen das dezimale System (1 KB = 1.000 B).
Betriebssysteme und RAM nutzen das binäre System (1 KiB = 1.024 B).

USV-Typen

USV – Unterbrechungsfreie Stromversorgung#

Eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) schützt IT-Geräte vor Stromausfällen und Netzstörungen. Sie überbrückt kurze Ausfälle und ermöglicht ein geregeltes Herunterfahren bei längeren Ausfällen.

Normiert in IEC 62040-3 – die drei Klassen werden durch die Kürzel VFD, VI und VFI unterschieden.

Verschlüsselung

Verschlüsselung#

Verschlüsselung schützt Daten vor unbefugtem Zugriff — unterwegs (z. B. TLS) oder im Ruhezustand. Grundlegend gibt es zwei Verfahren, symmetrisch und asymmetrisch, sowie darauf aufbauende Methoden wie Hybridverschlüsselung, digitale Signaturen und Passwort-Hashing.

Symmetrische Verschlüsselung#

Ein Schlüssel wird sowohl zum Ver- als auch zum Entschlüsseln verwendet.

Sender                              Empfänger
  │                                     │
  │   Klartext                          │
  │      │                              │
  │   [Schlüssel K]              [Schlüssel K]
  │      │                              │
  │   Geheimtext ──── übertragen ───► Klartext
  │                                     │
VorteileNachteile
Sehr schnell (geringe Rechenleistung)Schlüsselverteilungsproblem: Wie teilt man den Schlüssel sicher?
Einfache ImplementierungJedes Kommunikationspaar braucht eigenen Schlüssel
Gut für große Datenmengenn Teilnehmer → n(n−1)/2 Schlüssel nötig

Algorithmen: AES (sicher, Standard), DES (veraltet, unsicher), 3DES

Zugriffskontrolle & Authentifizierung

Zugriffskontrolle & Authentifizierung#

Zugriffskontrolle stellt sicher, dass nur berechtigte Personen auf Systeme und Daten zugreifen können — sie besteht aus Authentifizierung (Wer bist du?) und Autorisierung (Was darfst du?).


AAA — Authentication, Authorization, Accounting#

BegriffFrageBeispiel
AuthenticationWer bist du?Passwort-Login, Fingerabdruck
AuthorizationWas darfst du?Lesezugriff auf Ordner X, kein Schreibzugriff
AccountingWas hast du getan?Protokollierung von Zugriffen (Logging)

Authentifizierungsfaktoren#

FaktorBeispiel
WissenPasswort, PIN
BesitzSmartphone (App/SMS-Code), Hardware-Token
Inhärenz (biometrisch)Fingerabdruck, Gesichtserkennung

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) kombiniert mindestens zwei dieser Faktoren — z. B. Passwort (Wissen) + Smartphone-Code (Besitz). Das erhöht die Sicherheit erheblich: Ein gestohlenes Passwort allein reicht nicht mehr für den Zugriff.